Eisschnelllauf: DESG kritisiert Weltverband im Fall Pechstein – Wintersport – FOCUS Online – Nachrichten

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Der Schadensersatzanspruch von Claudia Pechstein gegen den Eisschnelllaufweltverband ISU beschäftigt nicht nur die ordentlichen Gerichte, sondern auch die Sportwelt. Das Oberlandesgericht München stellte die Wirksamkeit von Schiedsvereinbarungen mit einer Zuständigkeit des Court of Arbitration for Sport (CAS) in seiner jetzigen Ausgestaltung in Frage. „Im Sinne einer Optimierung des Sportrechts ist es gut, wenn die offenen Fragen angesprochen und geklärt werden“, ist Sportrechtsanwalt Marius Breucker aus Stuttgart überzeugt. Er hatte zuvor die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft vertreten, die auf eine objektive Aufklärung des Sachverhaltes durch neutrale Sachverständige gedrungen hatte. Das nun beim Bundesgerichtshof anhängige  Verfahren wäre wohl vermeidbar gewesen, wenn die ISU den auf ein einzelnes Indiz – erhöhte und schwankende Retikulozyten im Blut – gestützten Dopingvorwurf anfänglich umfassend überprüft hätte: Dem beweispflichtigen Verband hätte es oblegen, der von Anfang diskutierten Möglichkeit einer Blutanomalie in zumutbarem Umfang nachzugehen und diese Frage vor Erhebung einer Anklage hinreichend zu klären.

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