Die sauberen Sportler schützen | Recht und Steuern – Nachrichten

Die Bundesregierung macht ernst. Ein zwischen Justiz-, Innen- und Gesundheitsministerium abgestimmter Gesetzentwurf sieht Regelungen gegen Doping erstmals mit einer Strafbarkeit des dopenden Sportlers vor. Bislang hatte man den Anti-Doping-Kampf im Kern den Sportverbänden und -gerichten überlassen. Nur das Umfeld der Athleten, namentlich Ärzte, Trainer, Betreuer und Händler machten sich unter den Voraussetzungen des Arzneimittelgesetzes strafbar. Anknüpfungspunkt war in erster Linie der Schutz der Gesundheit. Dagegen war das landläufig als „Betrug“ bewertete Verhalten dopender Sportler nicht strafbewehrt. Vielmehr vertraute man auf die Mechanismen des Sportrechts durch Sperren, Disqualifikationen und die Aberkennung von Titeln und Prämien.

Nach Ansicht des Stuttgarter Sportrechtlers Marius Breucker müsse es das Ziel eines neuen Gesetzes sein, den Antidopingkampf zu stärken, ohne die Autonomie des Sports zu gefährden.

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