Regress des Vereins gegen Störer bei Zuschauerausschreitungen

Regress des Vereins gegen Störer bei Zuschauerausschreitungen

Die Entwicklung zur Regresspflicht von Störern bei Fußballspielen bleibt in zweierlei Hinsicht spannend: Zum einen wird früher oder später die Regelung des § 9a Nr. 1 RuVO vor einem staatlichen Gericht auf den Prüfstand gestellt werden. Ob die verschuldensunabhängige Haftung mit dem derzeitigen, weitgefassten Tatbestand in vollem Umfang Bestand hat, wird sich dann zeigen. Zum anderen bleibt trotz der bislang nahezu einhelligen Rechtsprechung – soweit ersichtlich nur durchbrochen durch das Urteil des Landgerichts Hannover vom 26.05.2015 – umstritten, ob das Schadensrecht unter dem Gesichtspunkt der Kausalität und insbesondere des Schutzzwecks der Norm die vollumfängliche Regressierung der vom Sportverband verhängten Vertragsstrafen beim Störer gestattet.

Die weichen Faktoren des Zivilprozesses

Unternehmen sollten vor einem Zivilprozess nicht nur ihr „gutes Recht“ im Auge haben, sondern auch die weichen Faktoren eines Verfahrens ins Kalkül ziehen. Der Zivilprozess als „Business Case“? „Es ist oft einfacher, den Mandanten in seiner Auffassung zu bestärken, als ihm die `Risiken und Nebenwirkungen` eines Prozesses aufzuzeigen. Genau dies ist aber Aufgabe des Anwaltes!“, ist Marius Breucker überzeugt. Nur wer die Schwächen kennt, so die Schlussfolgerung, kann ihnen wirksam begegnen. Und nur wer rechtzeitig auch auf die Begleitgeräusche eines Verfahrens hört, kann sachgerechte Entscheidungen treffen und seine Prozesschancen erhöhen.

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