Regress des Vereins gegen Störer bei Zuschauerausschreitungen

Regress des Vereins gegen Störer bei Zuschauerausschreitungen

Die Entwicklung zur Regresspflicht von Störern bei Fußballspielen bleibt in zweierlei Hinsicht spannend: Zum einen wird früher oder später die Regelung des § 9a Nr. 1 RuVO vor einem staatlichen Gericht auf den Prüfstand gestellt werden. Ob die verschuldensunabhängige Haftung mit dem derzeitigen, weitgefassten Tatbestand in vollem Umfang Bestand hat, wird sich dann zeigen. Zum anderen bleibt trotz der bislang nahezu einhelligen Rechtsprechung – soweit ersichtlich nur durchbrochen durch das Urteil des Landgerichts Hannover vom 26.05.2015 – umstritten, ob das Schadensrecht unter dem Gesichtspunkt der Kausalität und insbesondere des Schutzzwecks der Norm die vollumfängliche Regressierung der vom Sportverband verhängten Vertragsstrafen beim Störer gestattet.

Vertragsstrafen und Abstellungen im Profifußball

Regelmäßig sehen die Arbeitsverträge eine Gültigkeit für eine bestimmte Liga vor, zum Beispiel für die erste oder zweite Bundesliga. Damit wird nur der zeitliche Geltungsbereich des Arbeitsvertrages geregelt, nicht das konkrete Einsatzgebiet des Spielers. Wer also „Gültigkeit für die erste Liga“ vereinbart, dessen Vertrag gilt solange die erste Mannschaft auch tatsächlich in der ersten Liga spielt. Im Falle des Abstiegs der ersten Mannschaft endet der Vertrag.

via Vertragsstrafen und Abstellungen im Profifußball.